Zum ersten Mal seit Staffel 1 gehört Julie wieder zu meinen Lieblingen. Die überperfekte Tochter, an der sämtliche mütterliche Eskapaden abperlen wie an Teflon, hat mich schrecklich genervt und ich hab sie wirklich nicht gemocht. Außerdem fand ich das Spiel von Andrea Bowen gräßlich aufgesetzt und am liebsten hatte ich sie, wenn sie nicht da war. Der Fairness halber: In der Originalversion war's nicht so schlimm, da hat Andrea viel mit der Stimme rausgeholt, aber da ich alle Folgen zuerst in der deutschen Synchro gesehen habe...
In Staffel 6 ist Julie endlich menschlich, jemand der Fehler macht (und einen grausigen Männergeschmack hat, wer gedacht hat nach Zach und Austin könnte es nicht schlimmer kommen, kannte Nick Bolen nicht...), aber einen Weg findet damit zu leben bzw. klarzukommen. Mir hat auch gefallen, dass sie in gewisser Weise in Konflikt zu Susan tritt. Eine enge Mutter-Tochter-Beziehung ist toll, aber in manch früherer Folge war's einfach zu viel des Guten. Ich glaube, wenn Susan akzeptiert, dass Julie inzwischen eine erwachsene Frau ist, werden sie sich auch wieder näher kommen.
Und zum Styling: Die roten Haare stehen Julie überraschend gut, nur das Kleid, das sie in Folge 6x08 trug, als sie in den Coffeeshop ging...